23. August 2016 Hans-Jürgen Fuchs / ÖA

Gedenken an Ernst Thälmann

Die Kranzniederlegung durch Dr. Gert Eisenwinder

Zum 72. Jahrestag der Ermordung Ernst Thälmanns trafen sich fast hundert Antifaschisten im Hof des Krematoriums der KZ-Gedenkstätte Buchenwald. Elke Pudszuhn, die Vorsitzende des Bundes der Antifaschisten/VVN Thüringen eröffnete die Veranstaltung mit dem Buchenwaldlied und gab dann Klaus Dimler von der LAG Buchenwald/Dora das Wort. Dieser berichtete aus den Erinnerungen der Tochter eines Häftling, der zur Arbeit im Krematorium gezwungen wurde. Sie selbst war anwesend, konnte den emotionalen Beitrag allerdings nicht mehr selbst vortragen.

Der Historiker Prof. Dr. Ludwig Elm aus Jena sprach im Anschluss über die historischen Geschehnisse seit den zwanziger Jahren, die Rolle der KPD und der Komintern und die persönliche Rolle Thälmanns in der Zeit bis zu seiner Ermordung. Er kritisierte auch die mit Thälmann verbundene antikommunistische Propaganda und die Verfolgung der Anhänger dieser Ideologie. Er forderte die heutige Generation dazu auf, an der Grundüberzeugung Thälmanns zur Errichtung einer sozial gerechten Gesellschaft festzuhalten. 

Neben dem Blumengebinde des BdA/VVN Thüringen und weiterer Antifaschisten legten auch der Vorsitzender der LINKEN Apolda/Weimar Dr. Gert Eisenwinder und Peter Franz, der die VVN Apolda-Weimar vertrat, Blumengestecke zur Ehrung des Arbeiterführers an seiner Gedenktafel nieder. Mit dem Abspielen und gemeinsamen Gesang der Internationale fand die Gedenkveranstaltung ihren Abschluss.