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Michael Schade, Kreistagsfraktion

Arroganz der Macht

Am 28. Juni stand die Wahl eines/ einer neuen hauptamtlichen Beigeordneten auf der Tagesordnung der Sitzung des Kreistages Weimarer Land. Nachdem die bisherige 1. Beigeordnete, Christiane Schmidt-Rose, zur neuen Landrätin gewählt wurde, war die Stelle vakant geworden, zumindest für die CDU und den scheidenden Landrat. So wurde in Windeseile ein Kandidat für das lukrative Versorgungspöstchen aus dem sprichwörtlichen Hut gezaubert, ihm schnell eine passende Stellenausschreibung verpasst und die Fristen so verkürzt, dass eine Reaktion nur sehr schwer möglich war – so dachte man im Hause Mohring/ Münchberg. Dass der CDU-Kandidat Tille der Wahlverlierer bei der Bürgermeisterwahl in Bad Sulza war, bei der bekanntermaßen der von der Linkspartei unterstützte Dirk Schütze gewann und dass dieser Kandidat Tille sich nicht gerade für einen fairen Wahlkampf gegenüber Schütze auszeichnete – geschenkt. Dass aber offensichtlich sogar der eigene Koalitionspartner der CDU im Kreistag, die SPD, nicht in die Kandidatenfindung einbezogen wurde, war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Neben Tille hatten sich nämlich weitere 6 Bewerber dem „Verfahren“, wenn man das überhaupt so nennen kann, gestellt. Das war schon die erste Klatsche für die Herren Mohring und Münchberg.

Dass CDU-Kandidat Tille im ersten Wahlgang der von den Freien Wählern vorgeschlagenen einzigen weiblichen KandidatIn, Jacqueline Schwikal, unterlag – offensichtlich mit den Stimmen des nun vergnatzten Koalitionspartners SPD - war die zweite Klatsche. Nachdem man dann vor der Stichwahl auch noch das Gerücht streute,die Bewerberin Schwikal sei vielleicht mal in der AfD gewesen, diese aber doch klar gegen Tille gewann, war das schon mehr als eine Klatsche, vor allem für Mohring. Dieser zeigte sich als schlechter Verlierer und verweigerte der Siegerin die Glückwünsche. Und die Moral von der „Geschicht, vergnatze deinen KoPa (Koalitionspartner)“ nicht.

Dass aber, liebe Leserinnen und Leser würde ein Herr Mohring nun gar nicht mehr verstehen, denn dieser ist mittlerweile so weit entrückt, dass er mit dem Begriff der „Arroganz der Macht“ nichts mehr anzufangen versteht. Genau der Mohring, der in seinem seichten thüringischen CDU-Wurstblättchen über die vorgenannte Arroganz siniert, obwohl er der Erfinder dieser sein könnte.