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Martin

Konkrete Alternative und pragmatische Weitsicht

Als vor 30 Jahren in der Eislebener Straße in Erfurt an einem heißen Sommerwochenende die Thüringer PDS aus der Taufe gehoben wurde, dachte wohl noch niemand daran, dass einmal ein linker Ministerpräsident im Freistaat regiert oder die Vorstellung, dass hier der erfolgreichste Landesverband der Partei DIE LINKE gegründet wird. Mit der ersten Landtagswahl 1990 wuchsen die Wahlergebnisse beständig, im Jahr 2019 lief DIE LINKE mit Bodo Ramelow mit 31% ein. Ein Erfolg, der seine Geschichte hat und mit vielen  Menschen und ihrem Engagement verbunden ist. Es sind die vielen Genoss*innen, die kommunalen Mandatsträger*innen, die (ehemaligen) Landrät*innen, die Oberbürgermeisterin  Katja Wolf, Bürgermeister*innen, die Landes-, Bundes- und Europaabgeordneten aber auch die Regierenden. Sie alle zeigen jeden Tag oder haben es von Anfang an gelebt, dass wir unsere Verantwortung tragen, und tun, was wir versprechen. Gabriele Zimmer, Klaus Höpcke, Dieter Hausold, Knut Korschewsky… es fehlt der Platz, an dieser Stelle auch nur annähernd all jene zu nennen, die mit Engagement und Klugheit einen politischen Kurs einschlugen, auf dem wir heute immer noch sind. Dieter Strützel, hat in den ersten Jahren des PDS-Landesverbandes als stellvertretender Landeschef für eine Politik geworben, die linksreformerische Ansätze und neue Kooperationsfähigkeit, zu etwas verbindet, was später in der ersten rot-rot-grünen Landesregierung zu einem Wesenskern unserer Arbeit wurde. Was hat uns in diesen 30 Jahren ausgezeichnet? Uns in soziale Auseinandersetzungen zum Beispiel im Kampf der Kali-Kumpel konkret einzubringen. Engagement in den Kommunen, wo die PDS und später die LINKE sich kümmerte, um im sozialen Interesse konkret zu  gestalten, mit jetzt etwa 450 Mandatsträger*innen. Oppositionelle Hartnäckigkeit in Zeiten, in denen wir im Landtag die einzige progressive Kraft waren. Ein kultureller und  gesellschaftspolitischer Anspruch, der das notwendige Gegengewicht zu einer CDU bildete, die Thüringen lange wie ihren Erbhof betrachtete. Der schwarze Filz zieht sich noch bis heute durch Thüringen. Und nicht zuletzt den Mut zur Gestaltung, den es braucht, um als erster LINKEN-Landesverband nicht nur mit zu regieren, sondern von vorne weg zu gestalten. Den Antifaschismus im Herzen, konkrete Alternative und pragmatische Weitsicht, Einsatz für soziale Gerechtigkeit und grundlegende Gesellschaftsveränderung - das ist der
Thüringer Weg der LINKEN. In guten wie in schlechten Zeiten. Ein großes Dankeschön an alle, die ihn bis hierher mitgegangen sind und mitgeprägt haben.