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DIE LINKE. Fraktion im Weimarer Stadtrat

Neues Grün im Tal der Ilm

Seit den frühen 90er Jahren bewegt das Schicksal der ehemaligen VEB Elektroinstallation Oberweimar (kurz EOW) die Stadtpolitik Weimars. Früh war klar, dass das Gelände in weiten Teilen renaturiert werden muss, um die Hochwassergefahr für die Anlieger zu senken. Konsequenterweise wurde ein Bauverbot verhängt. In den folgenden Jahrzehnten erfolgten die Renaturierungsarbeiten aufgrund klammer Kassen und fehlenden Fördermöglichkeiten nur in winzigen Stücken.

Entsprechend verlockend erschien manchen der Vorschlag eines namhaften Architekturbüros im vergangenen Jahr: Der Verkauf eines der Gebäude an das Büro für den Verkehrswert (bei diesem Grundstück praktisch Nichts) für die Renaturierung des Restgeländes.

Unsere Fraktion stellte sich von Anfang an gegen den Verkauf des Grundstücks und entwickelte einen Kompromissvorschlag: Nutzung eines Gebäudes für die Renaturierung als Pachtersatz, bei gleichzeitiger Wahrung der Interessen bisheriger Nutzer und der BürgerInnen in Oberweimar/Ehringsdorf, Verbleib des Eigentums bei der Stadt.

Durch ein neues Gutachten der Stadt im April ’21 wurde jedoch deutlich, dass der Verbleib des Gebäudes verheerende Konsequenzen hätte. Im hundertjährigen Hochwasser wäre die Absenkung des Wasserspiegels bei Verbleib auch nur eines Gebäudes für die Anlieger des Klosterweg um 16% geringer, am Waldorf-Kindergarten um 23% niedriger und am Steinbrückenweg sogar um 26 % gemindert. Auf Grundlage dieser Information ist klar, dass nur ein vollständiger Rückbau für uns als Stadträte vertretbar ist.