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Release Ginkgoblatt

Liebe Lesende,

ihr haltet die erste Ausgabe der Neuauflage des ›roten Ginkgoblatt‹ in euren Händen. Das ›rote Ginkgoblatt‹ ist die Zeitschrift des Kreisverbandes Apolda-Weimar der Partei DIE LINKE und hat mit mancher Unterbrechung inzwischen eine fast dreißigjährige Tradition. Aufgrund der Pandemie und personeller Wechsel ist die letzte Ausgabe Ende des Jahres 2019 erschienen. Mit der jetzigen Ausgabe wollen wir einen umfassenden Neustart wagen.

Bei der Durchsicht alter Ausgaben sind wir hierbei auf einen Aufruf aus dem Jahr 1993 von Achim Kreuzer gestoßen. In diesem fragt er rhetorisch, ob das ›Ginkgoblatt‹ »trocken wie ein Parteilehrjahr« sei und gibt als Antwort:

»Nein, denn den Inhalt dieser Zeitung sollen die Leser bestimmen. Sie soll ein Podium für Mitglieder, BO’en und AG’en sein. Kurz, es soll eine Stimme für Linke der Region Weimar/ Apolda sein. Ein Blatt für die Basis und von der Basis gestaltet. […] Die Redaktion wird ehrenamtlich und mit viel Elan besetzt und trotzdem besteht die Gefahr, das mangelnde Resonanz irgendwann zum Aufgeben führt. Darum: benutzt unser Rotes-Ginkgo-Blatt als Plattform für Meinungen, Ideen und Widerspruch. Ich wünsche uns ein Heft auf das man gespannt wartet.«

Diesen Worten können wir uns umfänglich anschließen und nehmen damit einen alten Staffelstab wieder auf.

Im Unterschied zu der durchschnittlichen Parteizeitung streben wir eine etwas andere Ausrichtung und Aufmachung an. Es ist kein Geheimnis, dass heutzutage Publikationen von Parteien kaum gelesen werden und nach der ersten Durchsicht schnell in der Mülltonne landen. Dem wollen wir mit unserem kleinen Projekt etwas entgegensetzen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, ein ästhetisch schlankeres, moderneres und insgesamt stilsicheres ›Ginkgoblatt‹ zu gestalten. Damit korrespondierend sollen sich die Artikel nicht wie einfache Sachberichte oder schlechte Parteiwerbung lesen, sondern etwas von der Lebendigkeit linker politischer Arbeit in Weimar und dem Weimarer Land herüberbringen. Ob uns das gelungen ist, müsst ihr selbst entscheiden.

Der Schwerpunkt der ersten Ausgabe ist das Thema ›Der 1. Mai und die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung‹. Ihr findet u.a. einen Artikel zur Historie des 1. Mai von Felix Ihle, einen Artikel zu dem Verhältnis von Lohnarbeit und gewerkschaftlicher Organisierung von Lena Saniye Güngör, einen Artikel über den Wandel des Bildes der arbeitenden Frau von Lilli Hallmann oder auch einen Artikel zu der Betrachtung von Lohnarbeit aus einer asylpolitischen Perspektive von Sabine Berninger. In einem Interview kommt des Weiteren unsere 95-jährige Genossin Sigrid Putscher zu Wort und beschreibt, wie sie eigentlich Sozialistin geworden ist.

Neben dem Schwerpunktthema gibt es zusätzlich zwei aktuelle Essays zu dem Krieg in der Ukraine – einen von Susanne Hennig-Wellsow und einen von Steffen Dittes. Damit zusammenhängend hat Ralph Lenkert einen kleinen Aufsatz über die Entwicklung der Energiepreise beigesteuert. In der Rubrik ›Aus den Kommunen‹ werden wir, wie zukünftig in jeder Ausgabe, immer auch über unser Verbandsleben und die Kommunalpolitik berichten. Ab und an soll es ebenso Beiträge geben, die über den regionalen Bezug hinausgehen und die den thematischen Schwerpunkt eher assoziativ behandeln.

Das ›Ginkgoblatt‹ wird ab sofort alle drei Monate erscheinen. Das heißt, ihr dürft euch noch auf zwei weitere Ausgaben in diesem Jahr freuen. Wenn ihr auf die eine oder andere Art und Weise dazu beitragen wollt, könnt ihr euch gerne bei uns melden. Am besten erreicht ihr uns per E-Mail oder ihr schaut einfach in unserer Geschäftsstelle in der Marktstraße 17 in Weimar oder in unserem Büro in der Ackerwandstraße 11 in Apolda vorbei. Wir freuen uns über Feedback jeglicher Art!

Euer Ginkgoblatt-Team

(redaktion@dasroteginkgoblatt.de)