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DIE LINKE. Fraktion im Weimarer Stadtrat

Weimar gerecht

In diesen Tagen schickt sich eine Mehrheit der Rät*innen an, die Beitragsrichtlinie für die Benutzung der Kindergärten in unserer Stadt nach vielen Jahren der Anlaufzeit neuzufassen - ein Mammutprojekt, das lange Zeit brauchte und nun zum Abschluss gebracht werden soll. Ob die Ziele (Vereinfachung der Berechnung, mehr Transparenz, die Entlastung geringer und mittlerer Einkommen, ...) erreicht werden konnten, konnte die Vorlage nicht abschließend zeigen. Die Richtlinie muss sozusagen in die Bewährung: Ein Jahr lang soll evaluiert werden, welche Wirkung die Neufassung für Familien und den städtischen Haushalt entfaltet. Im Zweifel muss im kommenden Jahr nachgesteuert werden. Falls bei einzelnen Elterngruppen besondere Härten auftreten, berichten Sie uns bitte davon.

Wie entscheidend für funktionierende Familien die Kindergärten sind, hat das vergangene Jahr gezeigt. Kinder, Bildung, Familie und Beruf dürfen keine Konflikte sein. Ein breites Angebot von Kindertagesbetreuung für die 3.500 Kindergartenkinder ermöglicht Gleichberechtigung in unserer Stadt jenseits einer Scheindebatte um gendergerechte Sprache. Gleichberechtigung braucht Sichtbarkeit - in Sprache, aber noch mehr in Taten. Dabei ist Weimar auf einem guten Weg. Die Aufgabe, das Ortsrecht, die Satzungen und Richtlinien nicht nur inhaltlich, sondern auch in Worten gleichberechtigt zu gestalten, bleibt dabei unvollendet. Vorwärtskommen würde unserer Stadt gut zu Gesicht stehen - zur richtigen Zeit und ohne Phantomdebatten.