„Diskussion zu Sozialpolitik im Landkreis kratzt nur an der Oberfläche“
Am 11.04.12 waren auf Einladung des Bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Dr. Frank Augsten leider viel zu wenige Interessenten in das Apoldaer Stadthaus gekommen. Gekommen waren aber die Mitbewerber um die Wahl des Landrates Stefan Wogawa und der Amtsinhaber Hans-Helmut Münchberg.
Leider „kratzte“ die Diskussion nur sehr oberflächlich die soziale Schieflage des Landkreises und insbesondere die durch die Streichungen im 2012er Haushalt entstandenen Probleme bei den Freien Trägern an.
Lediglich die Landesgeschäftsführerin von Pro Familia, Frau Lieback, führte die Diskussion immer wieder auf den Punkt und machte am Beispiel des Kinderschutzes im Landkreis deutlich, welche gravierenden Auswirkungen die finanzielle Kürzung des Kinderschutzes habe.
Während sich Münchberg und Dr. Augsten immer wieder in der Landes- und Bundespolitik verliefen und zu verkündeten, dass kein Geld da wäre, versuchte Stefan Wogawa immer wieder die kreisliche Sicht in den Fokus zu rücken.
Leider waren außer Pro Familia keine weiteren Vertreter Freier Träger erschienen. Und genau das ist auch Teil des Problems. Die Freien Träger haben es zumindest bis jetzt noch nicht geschafft, sich zu vernetzten und so ein gemeinsames unabhängiges Sprachrohr als kreislicher Interessenvertreter zu bilden. Nur so hätten sie eine Chance, als gewichtige Kraft wahr und ernst genommen zu werden. Bisher ist da die Kreisverwaltung in einer komfortablen Lage – jeder Träger kämpft für sich allein – und jeder wird so zu einem schwachen Verhandlungspartner.
Zuversichtlich stimmt da die Ankündigung von Elke Lieback, dass sich die unter dem Paritätischen Wohlfahrtsverband organisierten Träger demnächst treffen wollen, um eine gemeinsame Strategie in Vorbereitung der nächsten Haushaltsberatung zu erörtern. Ich hoffe sehr, dass es den Trägern gelingt, parteipolitischen Einflussversuchen zu widerstehen!
