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Gewaltbereite Erfurter Hooligans auf NPD Demo in Weimar

Sandro Witt

„Ich habe mich gefreut, dass die Stadt versucht hat den Aufmarsch mit rechtlichen Mitteln zu unterbinden. Leider sind die Gerichte ja sehr häufig anderer Meinung und gehen lieber juristisch gegen diejenigen vor, welche sich Woche für Woche auf unterschiedlichste Art und Weise für die Demokratie einsetzen. Auch in Weimar gibt es zum Glück eine Zivilgesellschaft, die sich nicht einschüchtern lässt, sondern sich mutig den rechtsextremen Menschenfeinden entgegenstellt.“

Während die Rechtsextremisten sich zu ihrer Demonstration formierten, konnte man sich ein genaues Bild machen, wer sich da in Weimar versammelte. Darunter befanden sich auch bekannte Gewalttäter aus der Erfurter Fanszene welche sich unter dem Label „Kategorie Erfurt“ (KEF) tummeln.

„Ein Blick auf die Teilnehmer der Demonstration und deren Aussagen während der Demo zeigte deutlich, wie gewaltbereit diese Szene auftritt. Den Menschen welche gegen den Aufmarsch aktiv waren, wurde zum Beispiel zugerufen, dass sie nur näher kommen sollen, dann würde man sie kaputt hauen. Dass sich auch vorbestrafte Teilnehmer aus dem gewaltbereiten Spektrum der rechtsextremen Erfurter Fußballszene in Weimar mit versammeln spricht für die gute Vernetzung und Zusammenarbeit der beiden Szenen. In Erfurt jedenfalls, geht man den Schlägern, der so genannten KEF als Andersdenkender- oder Aussehender lieber aus dem Weg, so Witt weiter.

Mit Blick auf die alljährlich wiederkehrende Debatte um ein Verbot der NPD meint Sandro Witt abschließend:

„Die NPD ist eine Partei deren Mitgliedschaft sich zu einem Großteil aus menschenfeindlichen Rassisten speist. Es kann nicht sein, dass eine solche Partei mit Steuergeldern unterstützt unter dem Schutzmantel der Demokratie, ihr gefährliches Wirken fortsetzt. Die NPD ist der „parlamentarische Arm“ von gewalttätigen, rassistischen und menschenfeindlichen Gruppierungen. Alleine aus diesem Grund gehört sie verboten. Natürlich darf es nicht bei einem Verbot der NPD bleiben. Alle Anstrengungen und Demokratie stärkenden Ansätze bringen nichts, wenn sie nicht dort ansetzen, wo Rassismus und Fremdenfeindlichkeit fest verankert sind. Nämlich mitten unter uns, in der Mitte der Gesellschaft. Hier müssen wir alle gemeinsam ran.“

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