„Hände weg vom Grundschulhort“
Auf Einladung des KOMMVOR trafen sich am 11.04.12 im Apoldaer Cafe PEC Interessenten und Betroffene zum Thema „Kommunalisierung der Grundschulhorte“.
Erfreulich war insbesondere die Teilnahme des Landesvorsitzenden der Thüringer GEW, Torsten Wolf, der das Thema aus fachlicher und bildungspolitischer Sicht ausführlich darstellte.
Betroffene Erzieherinnen aus den Horten äußerten ihre tiefe Besorgnis, wie es ab 1. August in ihren Einrichtungen weiter gehen könnte. Immer wieder war die Angst um die soziale Absicherung der Kolleginnen und Kollegen aber auch die nach wie vor nicht geklärte Betreuung der Kinder in den Redebeiträgen deutlich zu spüren. Kritisiert wurde die bisher mangelnde Transparenz der städtischen Bemühungen bei der Aushandlung der Verträge mit dem Land.
Torsten Wolf riet den ErzieherInnen, sich noch stärker zu organisieren und von den Verantwortlichen klare Aussagen ein zu fordern. Man müsse sich nicht unter Wert verkaufen, so Wolf. ErzieherInnen würden überall „händeringend“ gesucht. Wolf verwies auf die punktuellen positiven Aspekte, machte aber auch keinen Hehl daraus, die Hortkommunalisierung als „Sackgasse“ zu kritisieren. Bisher kämen in der Diskussion Inhalte viel zu kurz. Dem gegenüber wird das Thema fast ausschließlich nur über Kosten und Personalstellen bearbeitet. In den kommenden 3 – 4 Jahren entscheide sich, wo die Reise hingeht. Das aber, so Torsten Wolf, sollten die pädagogischen Fachkräfte, gemeinsam mit den Eltern maßgeblich mit begleiten und ausgestalten und verwies auf das „Bündnis zum Erhalt der Thüringer Grundschulhorte“.
