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Schmerzpatienten sind ernst zu nehmen

Kersten Steinke, MdB

Mehr als 78.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich an den Petitionsausschuss der Bundestages gewandt und gefordert, dass Schmerzpatienten auch genau die Arzneimittel bei den Apotheken bekommen, die ihnen von den behandelnden Ärzten verschrieben wurden.
Bisher sind die Apotheken dazu gesetzlich verpflichtet, an Stelle der verschriebenen Medikamente billigere Vertragsarzneimittel zu verkaufen. Die so genannten „Generika“ enthalten zwar den gleichen Wirkstoff, können jedoch andere Hilfsstoffe enthalten. Schmerzmedikamente sind nach Ansicht von Experten jedoch nicht so einfach austauschbar. Die Schmerztherapie ist sehr individuell und aufwendig. Daher kann auch die Einnahme von Generika den Therapieerfolg behindern.
„Der Arzt weiß am besten, was seine Schmerzpatienten brauchen“, unterstreicht Kersten Steinke, LINKE Abgeordnete  für das Weimarer. Land. „Die Schmerzpatienten müssen durch die Austauschverpflichtung der Apotheken unnötig leiden. Deshalb haben sich die Mitglieder des Petitionsausschusses darauf geeinigt, die Petition dem Bundesministerium für Gesundheit zu überweisen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben, damit diese parlamentarisch aktiv werden können.“

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