Unsere Kultursommertour 2026: Rückblick auf die erste Woche
Die erste Woche unserer Kultursommertour führte uns zu ganz unterschiedlichen Akteuren der Weimarer Kulturszene und machte deutlich, wie viel Engagement hinter dem kulturellen Leben unserer Stadt steckt.
Zum Auftakt sprachen wir mit der Freien Kulturkarawane Weimar über die Situation der freien Kulturszene. Themen waren fehlende Räume für Veranstaltungen, begrenzte Ressourcen und die Frage, wie freie Kulturarbeit langfristig gestärkt werden kann.
Beim Jungen Theater Stellwerk, das in diesem Jahr mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wurde, erhielten wir spannende Einblicke in die zukünftigen Erweiterungspläne des Hauses. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Mitarbeitende trotz der großen Bedeutung ihrer Arbeit unter schwierigen finanziellen Bedingungen arbeiten.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Ausstellungseröffnung zu Margarethe Geibel im Stadtmuseum Weimar. Die Ausstellung erinnert an die Weimarer Künstlerin Margarethe Geibel. Ihr geringer Bekanntheitsgrad macht ein Muster deutlich, welches sich bis heute durch die Kunstgeschichte zieht. Frauen sind auch heute noch in Kunstsammlungen, auf dem Kunstmarkt und in der Kulturförderung strukturell unterrepräsentiert. Besonders interessant war deshalb für uns die Vorstellung des Margarethe-Geibel-Fonds, der Künstlerinnen und kulturelle Projekte in der Region unterstützt.
Den Abschluss der Woche bildete der Kulturbrunch des Gaswerks Weimar. Mit Konzerten, Workshops und Mitmachangeboten zeigte sich dort eindrucksvoll, welchen Beitrag kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche leistet. Gleichzeitig wurde auch hier deutlich, dass viele dieser Angebote nur durch großes persönliches Engagement möglich sind.
Wir haben in dieser ersten Woche einen guten Eindruck davon bekommen wie lebendig, vielfältig und voller engagierter Menschen Weimars Kulturszene ist. Damit das so bleibt, braucht sie nicht nur Wertschätzung, sondern auch verlässliche Unterstützung und faire Rahmenbedingungen.

