In den letzten Tagen ist im Vorlauf der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern eine NDR-Doku mit dem Titel »Die da unten« erschienen. Darin wird die breite Bevölkerung befragt, wie sie Demokratie, politische Herrschaft und die Schere zwischen Arm und Reich wahrnimmt. Hierbei changieren die Antworten fast immer zwischen den politischen Polen: In einem ersten Moment artikulieren sie grundsätzliche linke Probleme und in einem zweiten beantworten sie diese nicht selten mit konservativen und/oder liberalen Narrativen. Daraus lassen sich mehrere Schlüsse ziehen. Zum einen scheinen viele Menschen, auch außerhalb der Ballungszentren, grundsätzlich offen für eine Politik links der Sozialdemokratie zu sein – und zum anderen dringt eben jene Politik wenig zu ihnen durch bzw. werden andere Welterklärungen als eindeutig attraktiver wahrgenommen.
Daher wollen wir am Freitag, dem 25. September, um 17 Uhr im Rahmen eines politischen Bildungsabend mehrere Ausschnitte aus der Doku schauen und gemeinsam das Material diskutieren: Was sagen die Menschen? Wie sprechen sie? Auf welche Narrative greifen sie spontan zurück? Welche Räume ergeben sich dadurch für eine explizit linke Politik und welche eben nicht? usw. usf. Das Ziel wäre es: komplexe Fragen über einen lebensnahen Aufhänger gut diskutieren zu können.
Hier findet ihr die Doku:
