Oberbürgermeister-Wahl in Weimar 2024

Stefan Giebel kandidiert für Die Linke!

Stefan Markus Giebel

• Geburtsdatum: 7.6.76 in Wolfhagen (Landkreis Kassel)
• verheiratet seit 2011
• zwei Kinder

 



Berufserfahrung:
• Derzeitige Position: Leiter des Kriminologischen Dienstes und der Justizvollzugs-
ausbildungsstätte des Freistaates Thüringen seit 31.12.11
Aufgaben: Rückfalluntersuchungen, Evaluation von Behandlungsmaßnahmen, Lei-
ten eines Teams, Aus- und Fortbildung der Bediensteten, insbesondere des mittleren
Dienstes, Bewerberverfahren
• 2019-2020 Teilnahme am Projekt Spurenleser / Operative Fallanalyse für eine TV
Produktion
• seit 2019 selbständiger wissenschaftlicher Mitarbeiter des saarländischen Justizmi-
nisteriums. Aufgaben: Zuarbeit zur länderübergreifenden Evaluation des Jugend-
strafvollzugs
• 2009-2017 selbständiger wissenschaftlicher Mitarbeiter des saarländischen Justizmi-
nisteriums. Aufgaben: Rückfalluntersuchungen, Evaluation von Behandlungsmaß-
nahmen
• 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Siedlungswasserwirtschaft zur statisti-
schen Auswertung von Elektronischen Nasen in der Abwasserwirtschaft
• 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Braunschweig
im Bereich der Datenauswertung
• 2009 Dozent an der Polizeihochschule in Kassel
• 2008-2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kriminologischen Forschungsinstitut
Niedersachsen für die Auswertung von Registerauszügen
• 2005-2011 in unterschiedlichen Bereichen der Siedlungswasserwirtschaft an der
Universität Kassel zum Thema „Odour monitoring“ tätig (Wien, Aachen, Berlin),
auch zur Erstellung von Förderanträgen


Ausbildung:
• wegen Teilnahme an den Standards zur muslimischen Seelsorge im Justizvollzug
für Thüringen seit 2019 Fernstudium der Islamischen Theologie, Teil des Studiums
ist das Erlernen der arabischen und persischen Sprache
• 2012 Promotion zum Dr. phil. / „Rückfalluntersuchung im Maßregelvollzug“ an
der Universität Kassel
• 2011 Promotion „Docteur en mathematiques“ / „Formanalyse“ an der Universität
Luxemburg
• 2009 Promotion zum Dr. rer. pol. / „Neuronale Netze“ an der Universität Kassel
• 2007 Diplom Mathematiker
• 2000 Magister in Soziologie, Nebenfach: Politikwissenschaften und Psychologie
• 1995 Abitur an der Ursulinenschule in Fritzlar


Ehrenamtliche Tätigkeit
• 2019/2020 VDI zur Entwicklung von Standards zur Validierung elektronischer
Nasen
• seit 2019 Mitglied der Partei DIE LINKE
• 2001-2020 Gemeindevertreter in Bad Emstal, Ausschussvorsitzender
• Mitglied der Naturfreunde in Bad Emstal
• Mitglied der Freunde des Naturkundemuseums in Kassel, der Arbeitsgemeinschaft
Friedhof und Denkmal u.a.
• zeitweise Jugendschöffe
• zeitweise Mitglied in der Redaktion der Kasseler Obdachlosenzeitung Tagessatz

 


 

Meine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters in Weimar


Liebe Genoss*innen,

ich möchte mich hiermit bei Euch um Eure Unterstützung für meine Kandidatur als
Oberbürgermeister in der schönen Stadt Weimar bewerben. Weimar braucht einen linken
Oberbürgermeister dringender denn je. Linke Kommunalpolitik bedeutet für mich, dass
die Stadt allen gehört und für alle ein Ort der Begegnung und der Lebendigkeit ist.
Konkret bedeutet dies derzeit bezahlbaren und guten Wohnraum für Alle, gute Infra-
struktur für Familien und ältere Menschen, Benachteiligungen aktiv angehen, Umwelt-
und Klimaschutz sozial gerecht gestalten sowie die Integration als Chance annehmen.
Weimar hat eine Kommunalpolitik verdient, die nicht den demographischen Wandel und
die bisherigen Statistiken fortschreibt, sondern aktiv diese Stadt für die Zukunft fit macht.
Weimar hat enormes Potential, das es zu nutzen gilt.

Fast zwei Jahrzehnte war ich in meiner Heimatgemeinde Bad Emstal ehrenamtlich
kommunalpolitisch engagiert. Im Rahmen meines Vorsitzes des Jugend-, Sport- und
Sozialausschusses liegen mir die Themen Mobilität (Bürgerbus, ÖPNV etc.), Integration,
Jugendbetreuung und Kindergärten sehr am Herzen, insbesondere habe ich mich dort für
eine soziale Staffelung der Gebühren und eine zielgruppenorientierte Jugendbetreuung
eingesetzt. Gerade Familien mit geringem Einkommen sind auf die Vereinbarkeit von
Beruf und Kinderbetreuung angewiesen und Bildung leistet einen erheblichen Beitrag,
Benachteiligung abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Für
mich ist es selbstverständlich, auf alle demokratischen Parteien, Gruppen und Vereine
einzugehen, sie in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden und so die Bürger-
beteiligung insgesamt zu stärken. Gerade auf kommunalpolitischer Ebene muss es um
Sachthemen und die Interessen der Menschen gehen. Demokratie ist dabei etwas, was
nicht von vornherein gegeben ist, sondern ständig gelebt und verteidigt werden muss –
gerade in Weimar, der Stadt, in der die erste demokratische Verfassung Deutschlands
entstand. Die Bürger müssen auf diesem Weg immer wieder von Neuem gewonnen werden.

Seit zehn Jahren bin ich als Leiter des Kriminologischen Dienstes und der Justizvollzugs-
ausbildungsstätte des Freistaates Thüringen tätig. Dort bin ich für die Bewerberakquise
und die Ausbildung der Bediensteten des mittleren und teilweise auch des gehobenen
Dienstes im Vollzug zuständig sowie für die Forschung im Thüringer Vollzug. Im Rahmen
meiner Tätigkeit wurde der elektronische Vollzugsplan entwickelt, der die Möglichkeit
bietet, zeitnah und tiefgehend Untersuchungen zur Vollzugssituation durchzuführen. Die
Umsetzung der Digitalisierung im öffentlichen Dienst ist ein langwieriger Prozess, der zum
einen die eigenen Fähigkeiten und das Verständnis für Technik erfordert und zum anderen
viel an Begeisterungsfähigkeit, die Kollegen auf diesem Weg mitzunehmen. Langfristig
wird an der digitalen Verwaltung kein Weg vorbeigehen. Die Re-Sozialisierung von Straf-
gefangenen hat meine bisherige Forschung geprägt und in mir die Erkenntnis wachsen
lassen, dass auf kommunaler Ebene viel mehr geleistet werden könnte, Straffälligkeit
dadurch zu vermeiden, dass rechtzeitig Benachteiligungen angegangen werden und Sucht
als Krankheit behandelt wird.

Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Nach
meinem Soziologie- und Mathematikstudium habe ich in den Geistes- und Gesellschafts-
wissenschaften an der Universität Kassel sowie in der Mathematik an der Universität
Luxemburg promoviert. Im Rahmen meines Studiums und der Promotion habe ich mich
mit unterschiedlichen Disziplinen erfolgreich auseinandergesetzt – von der Onkologie, Kri-
minologie bis hin zur Siedlungswasserwirtschaft. Meine Kindheit habe ich teilweise in
Griechenland verbracht und kenne daher sowohl aus eigener Erfahrung als auch über
meine Ehefrau, die aus dem arabischen Raum stammt, die Herausforderungen der In-
tegration. Angesichts des demographischen Wandels und des Mangels an Fachkräften
ist die Integration nicht nur eine Pflicht, den Menschen gegenüber, sondern auch eine
Chance, die es bereits kommunalpolitisch anzugehen gilt.

Ich hoffe auf Eure Unterstützung und kämpfe um jede Stimme für ein lebens- und
liebenswertes Weimar für alle Menschen

 

Stefan Markus Giebel